| Das Malen
und Fotografieren war und ist seit meiner Jugend immer ein wichtiger
Bestandteil meiner Freizeit.
Mit dem Zeichnen und Malen konnte ich mich schon als Kind sehr
gut und lange beschäftigen. Davon zeugt ein Zeichenheft aus
meiner Kindergartenzeit anfangs 60er Jahre in Basel. Mit grosser
Ausdauer illustrierte ich Märchen und Geschichten.
Später auf dem Gymnasium wurde mein Interesse an der Fotografie
geweckt. In einem 14-tägigen Projekt lernte ich die Spiegelreflexkamera
zu bedienen und Filme und Fotos zu entwickeln. Der Wunsch nach einem
eigenen „richtigen“ Fotoapparat war geboren.
Zu meiner grossen Freude war das Malen und Zeichnen ein wichtiger
Bestandteil meiner Ausbildung zur Primarlehrerin. Zum ersten Mal
wurde ich gefordert, zwar weniger in Bezug auf meine persönlichen
Malfähigkeiten, sondern mehr auf die Themenwahl und deren Umsetzung
zusammen mit Primarschülern.
In der Zwischenzeit wurde ich stolze Besitzerin einer Spiegelreflexkamera
und widmete mich mehr der Fotografie als dem Malen. Ich belegte
einen Fotokurs, um aus diesem komplizierten Apparat gute Fotos rausholen
zu können.
Meine fremdsprachigen Kinder an der Primarschule gehörten öfters
zu meinen Uebungsmodellen.
Als ich meinen Mann kennen lernte, konnte ich mein Wissen und Fotozubehör
gut verwenden. Als Biologiestudent verbrachte er viel Zeit draussen
auf dem Felde und ich gewöhnte mir an, ihn zu begleiten und
dabei Fotos von der Umgebung und Natur zu machen.
Später waren unsere beiden Kinder meine
bevorzugten Motive, wobei alle ihre Fortschritte genauestens per Foto
dokumentiert wurden. Als Ausgleich zum
Hausfrauenalltag besuchte ich einen Malkurs bei Febo Freier in Allschwil,
wo ich zum ersten Mal etwas über Perspektive, Farbenlehre und
Bildeinteilung erfuhr. Ich stellte fest, dass mir das Zeichnen und
Kopieren keine Mühe bereitete,
wohl aber die eigene Interpretation. Es entstanden unzählige
kleine Bildchen, die ich verschenkte oder auf Karten aufklebte.
Während unseres dreijährigen Aufenthaltes
in Thailand lag mein Interessse ganz klar bei der Fotografie. Alles
war neu und ungewöhnlich, die Farbenpracht und die exotische
Fülle beeindruckten und mussten dementsprechend festgehalten
werden. Zurück in Europa, in den
Niederlanden, entdeckte ich das Malen aufs Neue. Ich belegte während
den folgenden 7 Jahren bei Else v.d. Sloot
www.artenelse.nl verschiedene Malkurse, in denen ich lernte,
mit Kohle, Stift, Pastell-, Acryl- und Aquarellfarben umzugehen.
Während der Winterszeit zeichneten und malten wir Stilleben,
Portraits, Akte oder nahmen schon mal ein Foto als
Vorlage. In den warmen Monaten suchten wir inspirierende Orte in
der Umgebung auf und versuchten, diese auf dem Papier festzuhalten.
Nachdem Else mit den Kursen aufgehört hatte,
gründeten wir Ehemaligen eine eigene Malgruppe „ de Inspiratie“,
da wir alle wussten, dass wir zu Hause kaum Zeit fürs Malen
aufbringen würden. Wir nahmen zusammen an den Maltagen „
Ravensteinse Schildersdagen“ teil, von denen ich das Konzept
für das Malwochenende „ malerisches Bremgarten“
übernehmen durfte. Zusammen besuchten wir Ausstellungen und
unterstützten uns gegenseitig.
Marianne Hoedemakers www.mijnsieraad.com
half uns während einigen Workshops weiter, indem sie uns zeigte,
wie man Ideen oder Inspirationen für ein Bild finden konnte.
Nebenbei besuchte ich einen Kurs bei Henri Elbers
www.elbersdesignstudio.com,
bei dem ich lernte, mich mit etwas – z. B. einem Gedicht oder
Begriff - wirklich auseinander- und die entstandene Idee umzusetzen.
Margo van Vegchel www.margovanvegchel.nl
zeigte mir eine andere Art des Aquarellieren.
Während meines Hollandaufenthaltes konnte ich einige Gruppen-
und Einzelausstellungen machen, dies sowohl in einem Café
und einem Bewegungsinstitut wie auch im Begegnungszentrum
von Boxmeer.
Ich verkaufte einige Bilder und erhielt auch Aufträge, vor
allem für Portraits. Ich nahm an verschiedenen Veranstaltungen
teil
und beteiligte mich auch mal an einem Wettbewerb.
Um meine zukünftigen Fotos zu verbessern, besuchte ich nochmals
einen Fotokurs für analoges Fotografieren und konnte davon
auch fürs Malen profitieren, da für die Bildgestaltung
die gleichen Regeln gelten. Kurz darauf erhielt ich von meinem Mann
eine digitale Kamera. Unzählige Motive - vor allem aus der
Natur - sind in meinem Fotoarchiv gelagert. Das eine oder andere
Foto konnte dann auch für die Verpackung von Ergänzungsnahrungsmitteln
für Haustiere verwendet werden.
Seit November 2004 wohne ich nun zusammen mit meinem
Mann in Zufikon. Nach 14 Jahren Auslandaufenthalt war
aller Anfang schwer.
2005 fing ich an, kleine Aquarelle von Bremgarten und Zufikon zu
malen, deren Reproduktionen ich zu Kalendern oder Karten verarbeite
und die gut bei den Leuten ankommen.
Das Jahr 2006 steht nun ganz im Zeichen der Organisaton und Durchführung
der Veranstaltung „ malerisches Bremgarten“. Der erste
Teil ist erfolgreich über die Bühne gegangen, es wurde
während eines Wochenendes Ende Juni von den Teilnehmern fleissig
gemalt und gezeichnet. Anfangs November werden die vollendeten Werke
in Bremgarten ausgestellt.
Der Mensch und vor allem die Natur faszinieren mich sowohl als
Foto- wie auch als Malsujet. Die Natur zeigt sich als Künstlerin,
Vorbild und als Ideenfundus, die ohne grossen Aufhebens sehr viel
zu bieten hat. Man muss sich nur die Zeit dafür schaffen, um
dies alles wahrzunehmen. |